Vom Verstand

Wir denken in Worten.
Ein Wort ist eine Beschreibung, eine Abbild, eine Idee einer bereits geschehenen Erfahrung –
nie einer zukünftigen.
Zukünftige Erfahrungen benötigen neue Worte bzw. Umdeutungen vorhandener Worte.

Der gewöhnliche Verstand, der Worte braucht und benutzt, kann nichts vollkommen Neues erschaffen.
Er kann nur die in Worte gegossenen vergangenen Erfahrungen zu einem aus seiner Sicht Neuem
zusammensetzen.
Der Verstand bildet Meinungen, Wahrscheinlichkeiten über Zukünftiges aus Ableitungen
vergangener Erfahrungen.
Doch jeden Moment kann Wunderbares* geschehen, das alle Annahmen, wie es weitergeht,
hinfällig werden läßt.

Haben wir dem Verstand den Auftrag gegeben unsere Wirklichkeit zu beschreiben, zu definieren und zu gestalten, so lassen wir unsere Vergangenheit als das bereits Geschehene, über das, was noch nicht geschehen ist, über unsere Gegenwart bestimmen und sie regulieren. Dieser Vorgang entfernt das Wunder aus unserem Leben, denn Wunder existieren für den gewöhnlichen Verstand nicht, sind zweifelhaft und unglaubwürdig.

Ist der Verstand unsere oberste Instanz, so entwickelt er unangenehme Eigenschaften:
Er erzeugt ständig Gedanken.
Er ist überzeugt, für alles gibt es eine Erklärung nach seinen Maßstäben.
Er kann nicht zuhören und will es auch nicht.
Er richtet die Aufmerksamkeit auf Objekte, vorwiegend im Außen befindliche.
Er kontrolliert den inneren Monolog.
Er überwacht den Informationsfluß.
Er befindet sich unter dem Einfluß von Streß, Sorgen, Depressionen und zuviel Aktivität
und weiß es nicht.

Die belastenden Auswirkungen dieser Tätigkeit des Verstandes kennen wir alle.

Dies ist nur möglich, weil wir die Gesamtverantwortung für und über uns an ein Werkzeug, den Verstand,
abgegeben, delegiert haben.
Ein Werkzeug ist und bleibt ein Werkzeug, das nur im Rahmen seiner Möglichkeiten handelt.

* Wunder
Wunder sind der Normalzustand.
Was haben wir aus uns und dieser Welt und unserem Verständnis davon gemacht,
daß Wunder als etwas Ungewöhnliches angesehen werden ?
Jedes Leben, jedes Glück und jede Liebe sind ein solches Wunder.

Ein Kommentar

  • admin

    Noch ein paar Hinweise:

    „Eins habe ich gelernt in den letzten sieben Jahren: In jedem Spiel gibt es immer einen Gegner und ein Opfer. Der Trick besteht darin zu erkennen, wann man das Opfer ist, damit man zum Gegner werden kann.“ „Revolver“, 2005

    Erste Regel des Gewerbes: Beschütze deine Anlage. Etiquette of the Banker, 1775, „Revolver“, 2005

    „Den ärgsten Feind findet man dort, wo man ihn zuletzt erwartet.“ Julius Caesar, „Revolver“, 2005

    „Man wird nur schlauer, wenn man gegen schlauer Gegner spielt.“ Schachgrundlagen, 1883″, „Revolver“, 2005

    „Das „Ich“ ist der beste Betrüger, den man sich vorstellen kann. Weil man es nicht sieht.“ Dr. Yoav Dattilo, Ph.D., „Revolver“, 2005

    „Und der größte Betrug ist: „Ich bin du!“ Dr. Steven C. Hayes Ph.D., „Revolver“, 2005

    „Das Problem ist, dass sich das „Ich“ dort versteckt, wo man es zuletzt erwartet. Nämlich in sich selbst.“ Dr. Peter Fonagy, PH.D., FBA, „Revolver“, 2005

    „Es verkauft seine Gedanken als die Ihren. Seine Gefühle als dir Ihren. Sie halten es für sich!“ Leonard Jacobson, „Revolver“, 2005

    „Menschen verteidigen notwendigerweise ihr eigenes „ich“. Wir nennen das: „ohne Grenzen“. Sie werden lügen, betrügen, stehlen, morden. Sie werden alles tun, was notwendig ist, um das aufrechtzuerhalten, was wir „die Grenzen des Ichs“ nennen.“ Andrew Samuels, Ph.D., „Revolver“, 2005

    „Die Leute haben keine Ahnung, dass sie im Gefängnis sitzen. Sie wissen nicht, dass es ein „Ich“ gibt. Sie kennen den Unterschied nicht.“ Leonard Jacobson, „Revolver“, 2005

    „Der Verstand versteht nur schwer, dass es noch etwas gibt, das hinter ihm steht. Etwas von größerem Wert und von größerer Macht, Wahrheit zu verleugnen, als es selbst.“ Dr. David Hawkins, M.D., Ph.D., „Revolver“, 2005

    „In Religionen ist das „Ich“ in der Figur des Teufels manifestiert. Natürlich realisiert niemand, wie klug das „Ich“ ist, denn es erschuf den Teufel, und man kann jemand anders die Schuld geben.“ Dr.Deepak Chopra, M.D.

    „Durch das Erfinden eines äußeren Feindes erschaffen wir uns gewöhnlich reale Feinde. Und das wird dann zu einer realen Gefahr für das „Ich“,obwohl es auch dessen Schöpfung ist.“ Dr. Peter Fonagy, PH.D., FBA, „Revolver“, 2005

    „Etwas wie einen äußeren Feind“ gibt es nicht. Egal, was die Stimme in ihrem Kopf ihnen sagt. Alle Feindbilder, die wir haben, sind nur Projektionen des „Ichs“, als der Feind selbst.“ Dr.Deepak Chopra, M.D., Revolver, 2005

    „Daran erkennen wir, dass all unsere Feinde unsere eigene Erfindung sind.“ Dr. Peter Fonagy, PH.D., FBA, „Revolver“, 2005

    „Ihr größter Feind, ist Ihr eigenes Selbstbild. Ihr „Ich“. Dr. Obadiah S. Harris, Ph.D., „Revolver“, 2005

    „Wenn der Gegner an der Wand steht, wird damit die Investition des Opfers und dadurch auch seine Intelligenz in Frage gestellt. Niemand kann das akzeptieren… nicht mal sich selbst gegenüber.“

    „Wo versteckt sich ein Gegner am besten? Dort, wo man ihn am wenigsten erwarten wird. Er versteckt sich hinter ihrem Schmerz, Jake. Sie beschützen ihn mit ihrem Schmerz. Umarmen sie den Schmerz, dann gewinnen sie auch das Spiel.“ „Revolver“, 2005

    „Wenn Du die Regeln änderst, die dich kontrollieren, dann änderst du auch die Regeln deiner eigenen Kontrolle.“ „Revolver“, 2005

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