Resonanz

Was können wir überhaupt wahrnehmen ?

Wir können nur das wahrnehmen, mit dem wir in Resonanz gehen.
Wir resonieren mit einer Wahrnehmung von etwas im Außen, einem Gefühl oder einem Gedanken oder einer körperlichen Resonanz.
Etwas, mit dem wir nicht resonieren, ist für uns nicht existent.

Unsere Resonanzfähigkeit ist von Anbeginn in uns angelegt.
Wir können diese nicht grundsätzlich verändern, nur entfalten und verfeinern, kultivieren.

Demzufolge können wir nur unsere Resonanz als eine Reaktion auf einen Reiz erkennen und nicht das, was wirklich im Außen ist. Dies ist nicht möglich.

Da wir nur unsere Resonanz wahrnehmen, nehmen wir ausschließlich uns selber wahr.
Und mit dieser Erkenntnis sind wir im Frieden mit uns, denn kein Teil von uns ist gegen uns. Dies ist vollkommen ausgeschlossen.

Mit der Annahme, wir könnten objektiv im Außen etwas wahrnehmen, sind wir im Irrtum, auch wenn diese Annahme uns so sehr plausibel erscheint.

Mit dieser Annahme eines für uns objektiv erkennbaren Außen sind wir automatisch – ohne sonst noch etwas tun zu müssen – im KRIEG
und zwar gegen uns selber, da das scheinbare Äußere ja wir selber sind.

Mit dieser Annahme manifestieren wir ein scheinbares Äußeres in uns,
daß uns bedrohen oder auch beglücken kann.
Das ist meiner Meinung nach die tiefste Ursache für Krieg auch in den Ausformungen Leid, Angst, Sorge …
Denn dann möchte ich dieses scheinbare Äußere beeinflussen:
mehr Angenehmes und weniger Belastendes.
An dieser Stelle entstehen Verträge.
Ein Vertrag heißt nicht anderes : ich gebe dir etwas und bekomme etwas von Dir. Und der Wahnsinn ist, beide Vertragspartner bin ich selber.
Ich schließe einen Vertrag mit mir selber, in der Annahme, der Vertragspartner sei jemand Anderes. Und das halten wir für normal.

Weil ich es so wichtig finde, das Ganze nochmal:
Eigentlich führen innere Anteile KRIEG gegen andere innere Anteile.
Und Ursache ist einzig die Annahme eines von mir unabhängigen Außen.

Erkennen wir, daß alles wir selber sind
und das, was scheinbar von Außen in unser Leben tritt, nur unerkannte eigene innere Anteile sind, die uns mit diesem Vorgang helfen, uns selber zu erkennen, dann begrüße ich alles, was von Außen zu mir kommt.

Es kommt nur von Außen auf uns zu, was wir auch verdauen können, auch wenn es noch so groß erscheint.
Alles was sich in unserer Wahrnehmung zeigt, möchte von uns gesehen werden.
Das, was sich zeigt, muß nicht analysiert werden.
Der einzige Zweck der Analyse – das Stellen der Frage WARUM ? – ist,
etwas von unserer Wahrnehmung fernzuhalten.
Kümmere ich mich liebevoll um das, was sich zeigt als einen Teil von mir,
löst es sich auf.
Das, was sich zeigt, bezeichne ich als Schleier, der das Darunterliegende zudeckt.
Der Schleier ist stärker als das Darunterliegende, denn sonst könnte er es nicht verbergen. Das Darunterliegende ist immer schwächer, auch wenn wir uns davor fürchten, was da sein mag. Da es schwächer ist, sind Befürchtungen nicht notwendig.
Erst wenn sich ein Schleier aufgelöst hat, zeigt sich der nächste Schleier, vorher nicht, außer ich wende mir selber gegenüber Gewalt an durch z.Bsp. Drogen oder psychische Ausnahmezustände.

Irgendwann und das kann auch schnell gehen sind wir an einem Grund angelangt.

Irgendwann fällt der scheinbare Unterschied, den wir zwischen Innen und Außen gemacht haben, in sich zusammen und eine tiefere Wirklichkeit mit mehr Substanz zeigt sich.

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